Urlaub auf Texel – Tipps und Empfehlungen für Familien

Die Mädchen und ich waren ja gerade auf eindem Trip mit dem Wohnmobil. Ein Ziel hAbend wir jedoch bewusst ausgelassen: Texel. Denn wir haben dem Papa versprochen: da fahren wir zusammen hin! Er hat nämlich als Kind so viele tolle Urlaube dort verbracht, dass wir uns „seine Insel“ nur von ihm zeigen lassen wollen. Die Entscheidung fiel mir jedoch nicht leicht, nachdem ich den Gastbeitrag von Daniela gelesen hatte. Hier also ein bisschen Urlaubs-Inspiration für die nächsten Ferien.

 

Daniela ist dreifache Mama und Erziehungswissenschaftlerin. Auf ihrem Blog „Eltern sein – Familie leben“ schreibt sie über Familienthemen nach dem Bindungs-und Beziehungsorientierten Weg. Gemeinsam mit ihrer Familie war sie im Urlaub auf der niederländischen Insel Texel und sie erzählt uns heute, wieso wir dort unbedingt hin müssen.

Liebe auf den ersten Blick

Wenn es an elf von vierzehn Urlaubstagen geregnet hat und du trotzdem Abschiedstränen vergießt, dann ist die Sache klar – du hast dich auf der Reise verliebt!
Uns ging es auf jeden Fall so, im Sommerurlaub 2014 – wir hatten uns verliebt und zwar auf den ersten Blick.

Verliebt in die Schönheit und Vielseitigkeit der niederländischen Nordseeinsel Texel. Verliebt in ihre kilometerlangen Sandstrände, in das Blau des Wassers, das Weiß der Hütten am Strand. Verliebt in den Strandabschnitt ganz oben an der nordöstlichen Spitze, an dem man abends im Licht des Leuchtturms kilometerweit in Richtung Wasser laufen kann. Aber wir hatten uns nicht nur in Strand und Meer verliebt, sondern auch in das Grün der Pinienwälder, in die leckeren Pannekoeken, in die einzigartigen Naturlandschaften und in das reichhaltige Angebot für Familien.

Das müsst ihr gesehen haben

Übernachtet haben wir bei unserem ersten Aufenthalt auf der Insel auf einem kleinen Campingplatz in Süd-Eierland. Der Platz selbst war nicht besonders erwähnenswert und wir würden ihn wohl nicht noch einmal buchen. Aber er lag günstig für zahlreiche Ausflüge und da man auf Texel so viel unternehmen kann, waren wir sowieso nicht oft dort.

Besonders nah an unserem Platz befand sich das beeindruckende Naturschutzgebiet de Slufter. An dieser Stelle kann Meerwasser ungehindert bis weit ins Inselinnere eindringen. Je nach Jahreszeit und Wasserstand sind deshalb immer wieder Teile dieses Gebietes überflutet, aber andere können problemlos durchwandert werden (allerdings bei Kleinkindern eher mit Tragehilfe, als mit Buggy).

Dort wo das Wasser gerade nicht ist, findet man verschiedenste Pflanzen, die sich an das Salzwasser angepasst haben. Zum Beispiel Strandflieder oder Strandastern, die im Hochsommer rosa, lila und violett blühen. Mitten in dieser grün-bunten Naturlandschaft findet man aber auch immer wieder sandige Abschnitte und große Dünen.

Mit etwas Ausdauer kann man durch die Slufterlandschaft hindurch bis zum Meer offenen Meer wandern. Aber auch weiter vorne finden Familien mit kleinen Kindern, die nicht so weit laufen wollen, flache, ruhige Bade- oder Planschstellen und Gelegenheit zum Muscheln sammeln.

Das müsst ihr probiert haben

Wer Lust auf Süßes hat und nicht schon wieder einen Pannekoeken essen möchte, der kommt auf dem Eisbauernhof Labora, außerhalb von de Cocksdorp voll auf seine Kosten. Alle Eissorten, die dort verkauft werden, werden auf dem Hof selbst hergestellt und als Besucher bekommt man auch einen Einblick in diesen Herstellungsprozess und darf die Kühe im Stall besuchen. Für Kinder findet sich dort außerdem ein riesengroßer Spielplatz, sodass man auf dem Bauernhof auch gern mal einen halben Tag verbringen kann (auch einen ganzen, wenn man sich damit abfindet, das Eis Frühstück, Mittagessen und Abendbrot sein kann 😉 )

Das müsst ihr getan haben

Die Insel bietet darüber hinaus viele Möglichkeiten, auch Tage mit schlechtem Wetter gut zu überbrücken (wir müssen es wissen). Besonders hervorheben möchte ich dabei das Landgut Bonte Belevenis, denn das bietet jede Menge Spaß für die ganze Familie. 6 Euro Eintritt pro Person ab 2 Jahren klingt zwar erst einmal viel, jedoch kann man für dieses Geld dort unter Anleitung selbst Kerzen und Seife herstellen, Papier machen und Brot backen und natürlich darf man hinterher auch alles mit nach Hause nehmen. Daneben hat das Landgut einige Tiere, verschiedene Ausstellungen, eine Schnapsbrennerei, die man besichtigen kann und einen großen Spielplatz, falls das Wetter doch noch besser wird.

Und hier könnt ihr bleiben

Das zweite Mal waren wir übrigens über Ostern 2016 auf Texel, diesmal gleich zu acht, weil wir noch die Großeltern dabei hatten. Übernachtet haben wir beim zweiten Aufenthalt in einem Ferienhaus bei de Cocksdorp. Ferienhäuser sind auf der Insel gut und in allen Preisklassen und für alle Bedürfnisse zu bekommen und sind wahrscheinlich die Übernachtungsart der Wahl für alle Familien, die das große Angebot an Campingplätzen nicht nutzen wollen.

Wir sind auch nach unserem zweiten Aufenthalt noch immer bis über beide Ohren in die Insel verliebt und werden mit Sicherheit noch öfter wiederkommen.

Liebe Daniela, vielen Dank für deine Tipps und dass du uns Fernweh machst. Texel steht auf jeden Fall auf unserer To-Do-Liste.

Wart ihr schon mal dort? Habt ihr noch ein paar Tipps für uns?

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