Sicher am Strand – 10 Tipps die verhindern, dass dein Kind verloren geht

Für viele Eltern ist es wie ein Albtraum: in einem Moment der Achtlosigkeit verschwindet dein Kind. Im Getümmel einer Menschenmasse, am Strand oder einem Einkaufszentrum. Nachdem es mir selbst vor einigen Tagen passiert ist, weiß ich sehr genau, wie schnell das passieren kann. Hier habe ich ein paar Tipps für euch, wie ihr die Chance, dass das passieren kann, vermindern könnt.

Die Sommerferien sind da und das bedeutet, dass euch als Familie die ein oder andere Situation begegnen wird, in der ihr eure Kinder schnell mal aus den Augen verlieren könnt.
Und denkt nicht, dass euch das nicht passieren kann. Das hab ich auch gedacht. Und ich lag sowas von falsch!

Wer von euch schon einmal an einem großen, überfüllten Strand zum Wasser hinunter gegangen ist und sich dort etwas aufgehalten hat, der kennt diese Situation sicherlich: der Moment in dem man sich umdreht, seinen Platz ansteuert und verwundert nach einigen Minuten bemerkt, dass man mal eben 30m weiter rechts oder links mit seinem Handtuch im Sand gelegen hat. Dabei war man doch eigentlich der Meinung, nur geradeaus gegangen zu sein und sich so nicht weit weg vom Fleck bewegt zu haben.

Sicher am Strand

Oftmals hat es etwas damit zu tun, dass sich im Laufe des Tages immer mehr Menschen an den Strand legen. Dadurch wird es schnell unübersichtlich. 
Um ans Wasser zu gelangen, muss man oft Haken schlagen und um viele Liegeplätze herum gehen. Dadurch verändert sich die Ausgangsposition und schnell ist man dann weit weg vom eigenen Lager.

Und wenn wir Erwachsene schon Probleme dabei haben, im großen Getümmel den Überblick zu behalten, dann tun sich unsere Kids damit erst Recht sehr schwer. 
Sie spielen und beamen sich in ihre Welt. Wenn sie dann wieder aufblicken und nach Mama und Papa suchen, bricht schnell die Panik aus. Nicht nur für die Kinder ist das ein riesiger Schreck. Auch wir Eltern erleben diesen Schock innerhalb von Sekunden sehr intensiv.

Hier habe ich ein paar Tipps für euch, wie ihr richtig vorsorgen könnt, damit euch dieser Albtraum gar nicht erst passiert.

#1 Die richtige Lage

Sucht euch bei eurer Ankunft direkt einen sehr markanten Punkt aus. Legt euch in die Nähe einer Strandbar, neben einen Aussichtsturm der Strandwache, in die Nähe einer Snack-Bude oder eines Mülleimers. Irgendetwas, was direkt ins Auge fällt und macht euer Kind darauf aufmerksam.
Wenn ihr euch nah ans Wasser legt, ist der Weg zum Liegeplatz nicht weit, etwas weiter oben habt ihr eine bessere Sicht über den Strandabschnitt. Was für euch da besser funktioniert, entscheidet ihr selbst.

Sicher am Strand Strandbar

#2 Setze selbst ein Signal

Kauft einen knallroten Sonnenschirm. Baut einen neongelben Windschutz auf oder kauft eine große Decke in einer auffälligen Signalfarbe. Tragt selbst ein auffälliges T-Shirt und zieht auch eurem Kind Kleidung an, die auffällig leuchtet. Besonders Mützen und Sonnenhüte eignen sich super dafür, so ein Signal zu setzen.
Egal wie es aussieht, Hauptsache es fällt auf. Erinnert euer Kind an dieses Signal und bringt es immer wieder zur Sprache, damit es diese Orientierungshilfe nicht vergisst.

#3 Meeting-Point

Verabredet gemeinsam mit eurem Kind einen festen Punkt, an dem ihr euch wiederfinden könnt, solltet ihr euch aus den Augen verlieren. Lasst euer Kind am besten selbst diesen Punkt aussuchen, dann bleibt es besser in Erinnerung. Schaut euch genau um und wäge ab, ob dieser Punkt von allen Punkten aus gut einzusehen ist.

#4 Übung macht den Meister

Lauft mit eurem Kind ein wenig umher. Geht spazieren, ein Eis kaufen, gemeinsam eine Burg bauen und peilt den Meetingpoint oder euren Liegeplatz immer wieder an. Dadurch wird das Auge besser auf diese Details trainiert und die Chance, dass der Punkt schnell wieder zu finden ist, erhöht sich.

Sicher am Strand Eltern Kind

#5 Notfall-Armband

Im Internet gibt es bereits viele dieser Armbänder zu bestellen (z.B. hier oder hier). Sie können aus Gummi, Leder, Plastik oder anderen Materialien sein. Wichtig ist, dass sie gut sitzen und wasser- und reißfest sind, damit sie nicht verloren gehen.
Auf diesen Armbändern könnt ihr eure Telefonnummer notieren (bitte vergesst die Landesvorwahl +49 nicht, sonst seid ihr im Ausland nicht zu erreichen!). Es gibt auch Armbänder auf denen ihr die Allergien oder andere wichtige Mitteilungen notieren könnt. Schreibt den Namen eures Kindes möglichst unauffällig auf dieses Band, damit niemand auf böse Gedanken kommen kann. So kann niemand das Vertrauen eures Kindes ausnutzen und es möglicherweise locken. Kann euer Kind bereits gut sprechen, lasst den Namen am besten weg.

#6 Tätowiere dein Kind

Natürlich nicht wirklich. Das wäre zu krass – haha. Nimm einen Wasserfesten Stift und schreibe deine Telefonnummer auf den Unterarm deines Kinder. Sprühe mit einem Pflasterspray über dieses „Tattoo“. So wird es Wasserfest und dein Kind ist doppelt abgesichert, falls das Armband doch einmal verloren geht.

#7 Mache ein Foto

Für manche ist es vielleicht zu viel des Guten, ich finde jedoch, es kann nur helfen und nicht schaden ein aktuelles Foto von deinem Kind zu machen. So kannst du im falle eines Falles ein Foto vorzeigen und die Leute um euch herum sehen direkt, was dein Kind an diesem Tag getragen hat und können sich vielleicht besser erinnern oder sind eine größere Hilfe, wenn sie bei der Suche helfen.

Sicher am Strand Kind

Sicher am Strand Kind

#8 Frage um Hilfe – sofort!

Hab keine Angst, dass du vielleicht überreagierst, wenn du direkt die Menschen in deiner Umgebung um Unterstützung fragst, sobald dein Kind aus deinem Sichtwinkel verschwunden ist. Innerhalb kürzester Zeit können Kinder sich so weit verlaufen, dass es immer schwieriger wird, es wieder zu finden. Wenn du aber schnell Bescheid gibst und andere Menschen um Hilfe bittest, ist die Chance größer noch in unmittelbarerer Reichweite suchen zu können.

#9 Auf Augenhöhe

Bleibe auf Augenhöhe mit deinem Kind. So wird es dich besser erblicken können, denn von da unten sehen Erwachsene für Kinder ziemlich gleich aus. Solltest du dein Kind suchen, begib dich auch auf seine Augenhöhe, so ist die Chance höher, dass du es zwischen all den Beinen der Erwachsenen besser sehen kannst.

#10 Wind und Schatten

Es ist bewiesen dass Kinder häufig mit dem Rücken in Richtung der Sonne laufen, wenn sie ihre Eltern suchen. So müssen sie ihre Augen nicht zusammen kneifen. Und Kinder mit längeren Haaren laufen oftmals gegen den Wind an, damit ihnen die Haare nicht ins Gesicht wehen. Das machen Kinder intuitiv. Vielleicht erleichtert dies die Suche.

Ich hoffe jedenfalls dass ihr in eurem Urlaub nicht in die Situation kommen müsst, in der ihr euer Kind suchen müsst und dass ihr euren Urlaub gemeinsam stressfrei und ohne Schockmomente genießen könnt.

Keep watchin‘.

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4 Kommentare

  1. Wirklich gute Hinweise und sehr übersichtlich zusammengefasst! Wir sind bald mit Kleinkind auf einem kleinen Festival unterwegs und ich habe mir auch schon viele Gedanken zu diesem Thema gemacht. Der Tattoo Stift ist z.B. schon auf der Packliste ;-) Aber der Tipp mit dem Sprühpflaster – einfach super! Ich werde bestimmt im Nachgang auch einen kleinen Beitrag zu dem Thema schreiben. Vielen Dank und alles Liebe! Vera

    • Oh wow, Vera – Festival mit Kind? Wo fahrt ihr denn hin? Zu unserem Lieblingsfestival dürfen Kinder unter 6 Jahren leider nicht mit 😩 Danke für die Blumen und ganz liebe Grüße

      • Wir fahren auf ein ganz kleines Festival direkt an der Nordsee – also eher eine Mischung aus Nordseeurlaub und Live-Musik. Der Camping Platz ist ein paar Gehminuten entfernt, da denke ich kann die Lütte gut im Bulli schlafen ohne von der Musik gestört zu werden :-) Jetzt muss nur noch das Wetter mit spielen ;-) Alles Liebe Vera

        • Ach wie schön :) Ich drücke euch die Daumen. Das Wetter wird sicher noch toll, pass mal auf! ;) LG

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