#sagmal: Wie läuft die Schwangerschaft und Entbindung in Spanien ab?

Da ich selbst im Ausland wohne und nun zum ersten Mal schwanger im Ausland war, kam ich nicht drum herum mich zu fragen, wie andere Expat-Mamas das Thema Schwangerschaft und Entbindung im Ausland erfahren haben. Nachdem in der letzten Woche Christine über ihre Erfahrungen in Sardinien berichtete, erzählt uns heute Susanne, wie sie es in Spanien erlebt hat.

Ich bin Susanne, 35 Jahre alt, Mama von einer Dreijährigen, die auf den Namen Elisa hört und meine 2.Tochter ist ein halbes Jahr alt und heißt Amelie. Ursprünglich komme ich aus Chemnitz, wohne nun schon seit 9 Jahren in Andalusien. Erst lebte ich in Málaga, seit 5 Jahren wohne ich in einem kleinen Dorf im Hinterland, aus dem der Mann stammt. Beide Töchter habe ich hier in Spanien zur Welt gebracht. Seit zwei Jahren blogge ich auch auf Andalusienmutti.com über unsere kleine Familie und wie es so ist, mit einem Andalusier verheiratet zu sein. Denn gerade was die Erziehung von Kindern angeht gibt es doch viele Unterschiede.

Hallo Susanne. Ein Kind im Ausland zur Welt zu bringen ist sicherlich eine Herausforderung. Was hat dir damals die meiste Sorge bereitet und welche Vorkehrungen musstest du unbedingt treffen?  

Schwangerschaft und entbindung in spanien

Die größte Sorge war eigentlich, dass ich mitten im Kreißsaal mein Spanisch vergessen würde oder im Notfall die Vokabeln nicht verstehen würde. Was natürlich vollkommener Quatsch war, denn ich lebe seit über neun Jahren hier, spreche mittlerweile fließend Spanisch und habe auch die Geburtsvorbereitung in Spanien gemacht. Kenne also viele Dinge nur auf Spanisch und weiß gar nicht wie das auf Deutsch heißt, diese spezielle Narkose zum Beispiel. Und trotzdem hatte ich Angst, dass etwas Schreckliches bei der Geburt passieren würde, alle panisch würden und ich nichts mehr verstehe.
Dem war Gottseidank nicht so. Auch wenn beide Geburten nicht glatt verliefen, meine erste Tochter sogar auf der Intensivstation landete, ging letztendlich alles gut und ich habe alles verstanden.

Das kann ich gut verstehen. Diese Angst hatte ich auch. Aber erzähl doch mal: Kinder kriegen im Ausland – was war anders als in Deutschland und wie hast du es erlebt?

Schwangerschaft und entbindung in spanien

Ich denke gerade was die Mütterbetreuung angeht ist hier in Spanien vieles anders.
Die Hebamme sehen wir einmal zum ‘Vorstellungsgespräch’, ganz am Anfang, wenn man weiß, dass man schwanger ist. Dann hat man die Möglichkeit eines Vorbereitungskurses, der geht einen Monat zwei Mal die Woche. Im Krankenhaus bekommt man dann die Hebamme, die grad Dienst hat. Nach der Geburt hat man noch einmal einen Termin zwei Wochen nach der Geburt. Da wird kurz geschaut wie die Nähte aussehen, wenn es einen Dammschnitt gab. Sie prüfen wie das Stillen läuft und das war es dann auch eigentlich schon.
Das Wochenbett gibt es hier im eigentlichen Sinne nicht. Die meisten Mütter sind zwei Tage nach der Geburt wieder auf der Straße spazieren und gehen ihrem gewohnten Rhythmus nach. Auch wird es hier auf dem Dorf nicht wirklich respektiert. Schon in der ersten Woche stand der Besuch unangekündigt vor der Tür und blieb ewig. Ich empfand das als sehr unangenehm. Gerade beim ersten Kind will man doch erst einmal seine Ruhe haben und sich kennen lernen. Beim zweiten Kind habe ich die Verwandschaft gebeten wenigstens 2 Wochen zu warten. Ich wurde zwar komisch angeschaut, es wurde aber respektiert.

Liebe Susanne, herzlichen Dank für deinen Einblick in dieses Thema.

Wenn ihr Interesse habt mehr über das Leben in Spanien zu erfahren, dann besucht Susanne doch auf ihrem Blog und stöbert ein wenig herum. Ich persönlich finde es ja immer sehr spannend zu sehen, wie Familien im Ausland leben.

Schwangerschaft und entbindung in spanien

Kommende Woche werden wir mit Claudia nach Italien gehen. Sie wird uns erzählen, wie sie dort die Schwangerschaft und Entbindung erlebt hat.

Bis dahin sende ich euch liebe Grüße aus dem Wochenbett,

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