In 5 einfachen Schritten deinem Baby sanft das Brustnuckeln abgewöhnen

Brustnuckeln abgewöhnenSeit einigen Tagen ist hier Clusterfeeding angesagt: Wann immer es geht, nuckelt das BabyMädchen an meiner Brust – stundenlang! Mit der Zeit ist das nicht nur sehr einschränkend, sondern auch schmerzhaft. Aus diesem Grund musste ich daran denken, wie wir das Brustnuckeln bei unserer ersten Tochter abgewöhnt haben. Da ging es nämlich ganz genau so. Und jetzt komme ich endlich dazu von meinem Weg und meinen Erfahrungen zu berichten. Ich werde euch in diesem Artikel Tipps geben, wie ihr das schmerzvolle Brustnuckeln auf eine sanfte und bedürfnisorientierte Weise abgewöhnen könnt.

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 Der Saugreflex ist für das Baby überlebenswichtig und vollkommen natürlich. Das Baby kann weder damit verwöhnt werden, noch tut es das, um uns zu manipulieren. Brustnuckeln ist KEIN Grund, um das Baby abzustillen – auch wenn es schmerzhaft ist. Und um das zu vermeiden, schreibe ich heute diesen Text

Dein Baby hat seit jeher ein erhöhten Saugreflex? Jedoch nuckelt es weder an deinem Finger, noch an einem Schnuller?
Dein Baby nuckelt an deiner Brust, obwohl es nicht mehr trinkt? Stundenlang? Sobald du die Brust nach dem Einschlafen aus dem Mund deines Babys entfernst, wird es wach und fängt an zu weinen und zu schreien, bis es den Nippel wieder bekommt?
Durch das ständige Nuckeln sind deine Brustwarzen bereits blutig und Stillhütchen werden ausgespuckt? Tragen, wippen, spazieren gehen – egal was, nichts nützt- dein Baby schläft ausschließlich nuckelnd an deiner Brust ein?
Du bist bereits ein einziges Nervenbündel, weil du dir fremdbestimmt vorkommst und du durch das Nuckeln schwere Schmerzen hast?

Dann geht es dir, wie es mir ging, als sich mein Baby damals in der zweiten Hälfte seines ersten Lebensjahres befand.
Ich hatte wirklich große Schmerzen vom Dauernuckeln und das Schlimmste daran war, dass ich jede Sekunde des Nuckelns weiter an meine Grenzen stieß. Diese immer weiter übertrat, bis ich irgendwann das Gefühl hatte, dass meine Bedürfnisse gar nicht mehr zählten.
Unsere Stillbeziehung litt sehr und ich fühlte nur noch Wut, wenn ich mein Baby anlegte.

Warum ich trotzdem weitermachte und drei Monate Höllenqualen durchlitt?

Jedes Mal, wenn mein Baby sich in Rage schrie, weil ich meiner Brust eine kurze Pause gönnen wollte, tat sie mir so unfassbar leid. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, nahm ich ihr doch ihre allerliebste Einschlaf-Hilfe, ihre Geborgenheit und ihre Ruhe-Insel. Ich brachte es nicht über’s Herz und war doch so verzweifelt. Irgendwann weinte ich nur noch und wollte am liebsten abstillen – ich konnte es einfach nicht mehr ertragen mich vor mir selbst so klein zu machen, weil ich meinem Bedürfnis nach einem schmerzfreien Leben nicht nachging.

Ich möchte hier unbedingt anmerken, dass es viele Frauen gibt, die das Dauernuckeln nicht als störend empfinden und das finde ich wirklich toll. Schmerzempfinden ist jedoch subjektiv und auch noch von einigen anderen Faktoren abhängig (Belastbarkeit, Saugintensität etc.) und ich hatte wirklich höllische Schmerzen, sodass ich mich ins Bettlaken krallen musste, um auch nur ansatzweise diese Tortour zu überstehen.
Ich hätte es wahrscheinlich gar nicht erst so weit kommen lassen dürfen. Rückblickend weiß ich nun, dass es mein Fehler war, denn während den Clusterfeeding-Phasen habe ich mein Baby über mehrere Wochen nur noch an der Brust einschlafen lassen und es ihm somit angewöhnt.
Dennoch sage ich: Es ist kein notwendiger Grund, um dein Baby abzustillen. Wenn du es machst, solltet ihr beide euch dafür entschlossen haben, aus freien Stücken, aber nie aus Zwang! Es ist vielmehr ein Signal, um dir/euch helfen zu lassen. Anlaufstellen liste ich dir unter dem Artikel ein. 

Nachdem ich im Internet so gut wie nichts Brauchbares fand, Foren-Einträge für mich zu wenig an meiner bedürfnisorientierten Haltung anschlossen („Lass das Kind schreien, sie wird irgendwann einschlafen, aber du darfst dich nicht so von ihr manipulieren lassen!“ – das war nur einer der unbrauchbaren, ja sogar gefährlichen Beiträge die ich dort fand), meine Kinderärztin mir ebenfalls riet, ich solle mir Kopfhörer aufsetzen, wenn ich das Geschrei nicht ertragen könne (bitte, bitte, tut das niemals!!!!), wand ich mich in meiner letzten Hoffnung an eine Dame der La Leche Liga. Und sie erzählte mir Folgendes:

Erst einmal kann ich dich sehr gut verstehen, dass es dir schlecht geht.
Stillen ist eine wunderbare, natürliche Sache, die sehr intim ist und wohlige Gefühle erzeugen sollte. Dass du dabei Schmerzen hast ist absolut nicht in Ordnung und schadet nicht nur dir, sondern auch der Beziehung zwischen dir und deinem Baby.

Die Trinkbewegungen sind für dein Baby sehr anstrengend und dadurch schläft dein Baby auch so leicht beim Stillen ein. Deine Körperwärme, dein Geruch und deine Aufmerksamkeit wecken in deinem Baby ein geborgenes Gefühl – es fühlt sich wohl und beschützt.
Und weil diese Gefühle immer mit dem Stillen einher gehen, verknüpft dein Baby diese zwei Dinge miteinander und somit ist das Stillen für dein Baby der schönste Einschlaf-Begleiter geworden.

Wenn dein Baby nicht daran gewöhnt ist, auch auf andere Weise einzuschlafen (beim Tragen, wippen, spazieren gehen, an der Seite einer anderen Bezugsperson), dann wird dein Baby nur noch an deiner Brust einschlafen, weil es so daran gewöhnt ist und nichts anderes (mehr) kennt.

Damit du auch wieder ohne Schmerzen stillen kannst, dein Baby auch ohne Brustwarze im Mund schlafen kann und auch wieder allein einschlafen kann, wenn es in der Nacht (ganz natürlich) häufiger wach wird, muss dein Baby eine Alternative kennen lernen. Es muss seine Einschlafsignale mit etwas anderem verknüpfen können, als mit dem Stillen.

 Da es ein Telefonat war, kann ich hier den Wortlaut leider nicht 1:1 wieder geben, aber das war der Tenor aus unserem Gespräch. Und danach schöpfte ich neue Kraft und neuen Mut und ging die Sache an. 

In 5 einfachen Schritten deinem Baby sanft das Brustnuckeln abgewöhnen

Hier sind nun also die Tipps, die ich (in dieser Reihenfolge) angewandt habe und die mir eine wunderbare Stillzeit zurück brachten:

Vorbereitungen

  • wenn die Abendzeit naht, nimm dir dein Baby und gehe noch ein wenig draußen spazieren. Die frische Luft tut euch beiden gut und lässt dich einen kühlen Kopf bewahren und dein Baby kann besser schlafen.
  • zelebriere eure Abendrituale ausgiebig (zB. Babymassage, ein Bad, beim Umziehen singen und Späße machen, ein Licht oder Musik anmachen, etwas vorlesen und dein Baby dabei streicheln), so seid ihr beide ruhig und entspannt

Der eigentliche Vorgang

  • wenn du dein Baby nun anlegst, beobachte es sehr genau: ab wann werden aus den Trinkbewegungen (lange, regelmäßige Züge an der Brust) Nuckelbewegungen (kurze, unregelmäßige Züge, zT. mit kleineren Pausen zwischendurch)?
  • Wenn du merkst, dass dein Baby immer schläfriger wird und nuckeln möchte, löse den Mund von deiner Brustwarze, indem du den Unterdruck mit dem Finger in dem Mundwinkel deines Babys löst.
  • nun wird dein Baby vermutlich deine Brustwarze suchen, wimmern und jammern und das ist okay, denn es möchte ja unbedingt seine Einschlaf-Hilfe wieder haben; beruhige dein Baby währenddessen, indem du sanft auf es einsprichst, streichle das Köpfchen und sage ihm, dass es nun ohne die Brust einschlafen soll; dass du dabei bleiben wirst und es nun so beim Einschlafen begleiten wirst (ob das dem Baby etwas bringt, weiß ich nicht, aber es hat mir sehr geholfen, denn wenn ich ein schlechtes Gewissen hatte, habe ich es uns Mantra-artig vorgesagt und habe mich damit immer wieder neu bestärkt. Dadurch wurde ich ruhiger und mein Baby somit ebenfalls).
  • Wenn dein Baby sich nun nicht beruhigen will (und ich gehe bei den ersten Malen davon aus, dass es das nicht tut!), dann still es wieder mit der Brust – ja richtig gelesen!- denn wir wollen ja dass es einschläft. Wenn es sich in Rage schreit, putscht das Adrenalin dein Kind wieder auf und dann braucht es wieder länger, bis es einschläft.
  • wiederhole nun den Vorgang: beobachte, wenn es wieder schläfrig wird dock‘ es ab, beruhige es und notfalls, gibst du die Brust wieder, bevor es richtig schreit.

Und dann?

Ja, das dachte ich mir auch, ABER die Abstände zwischen dem Stillen und dem Nuckeln wurden immer kürzer (klar, sie war ja müde und hatte keine Kraft und eigentlich auch keinen Durst mehr) und sie ließ sich immer besser beruhigen. Bis sie letztendlich in der ersten Nacht, nach dem vierten Mal an- und abdocken tatsächlich von allein einschlief.

In den nächsten Tagen wiederholten wir  den Vorgang natürlich bei jeder Stillmahlzeit. Sie durfte einfach nicht mehr beim Stillen einschlafen und am dritten Tag dockte ich ab, nachdem sie nicht mehr trinken wollte und sie drehte sich um, schmiegte sich an mich und schlief ein.
Ich glaube diesen Moment werde ich nie vergessen, denn mir ist ein ganzer Steinbruch vom Herzen gefallen und ich hatte das Gefühl, nach so langer Zeit, endlich etwas richtig gemacht zu haben.

Ich sah aber auch zu, dass sie nach dem Stillen bei ihrem Papa auf dem Arm einschlafen konnte, sodass er sie irgendwann auch ins Bett bringen konnte. Und auch beim Tragen schlief sie wieder ein.

Und wer sich jetzt fragt, warum das so einfach war und ob es wirklich hilft, dem kann ich nur sagen: bei uns war es so einfach und ich glaube der Schlüssel dieses „Tricks“ liegt ganz einfach auf der langsamen und sanften UMgewöhnung und dass es keine ENTwöhnung war, bei der ich ihr alles Gewohnte genommen hätte (wie beim Abstillen beispielsweise).
Indem ich meine und ihre Bedürfnisse respektiert habe, kamen wir auf einen gemeinsamen Nenner, der uns einander in dieser Situation wieder näher brachte.

Erstausstattung Baby Stillen

Ich möchte den Damen von der La Leche Liga von herzen Dank aussprechen. Ich bin wirklich sehr froh darüber, dass ich diese Beratung in Anspruch nehmen konnte und kann sie jeder Mama nur wärmstens empfehlen.

Natürlich kann ich niemandem garantieren, dass es auf jeden Fall IMMER klappen muss. Jedes Kind, jeder Elternteil und jede Situation ist einzigartig und leider passt nicht jeder Weg für jede Familie. In den Fällen in denen es nicht klappt, wendet euch doch bitte auch noch einmal an eine Beratung.

Und hier habe ich für euch eine Homepage, auf der alle wichtigen Beratungsstellen zum Thema ‚Stillen‘ aufgelistet sind:

Still-info.de

Weitere empfehlenswerte Seiten im Netz sind:

Stillkinder
Nestling

Wenn es um die Gewohnheiten beim Einschlafen geht, habe ich hier einen sehr gelungenen Artikel, bei dem es um Schlafsignale geht und auch Themen, wie knibbeln, beißen, in den Haaren ziehen oder kneifen beim Einschlafen behandelt – absolutes Must-read!

Gewüschtestes Wunschkind

Und hier habe ich noch ein paar interessante Bücher, die ich auf jeden Fall empfehlen kann (*Affiliate-Links)

Ich würde sehr gern von euren Erfahrungen lesen. Habt ihr selbst einmal einen Artikel zu diesem Thema geschrieben? Habt ihr eine andere Methode angewandt? Oder habt ihr diese Tipps hier ebenfalls ausprobiert und es hat geklappt oder seid gescheitert? Lasst uns dran teilhaben – so profitieren auch Andere davon!

Groetjes,

Bei den *Affiliate Links handelt es sich um Partner-Links. Das bedeutet: wenn ihr einen Artikel über diesen Link kauft, bekomme ich eine ganz kleine Provision für die Empfehlung. So kann ich euch auch weiterhin kostenlose Informationen zur Verfügung stellen und werde ein wenig entlohnt. Für euch entstehen natürlich keine zusätzlichen Kosten. Ich danke euch jedoch von Herzen <3
Nuckeln an der Brust abgewöhnen

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16 Kommentare

  1. Wir sind gerade dabei, das einschlafnuckeln mit dem Buch „Schlafen statt Schreien“ abzugewöhnen, da unser kleiner Mann auch nachts sehr häufig (meist stündlich) im eigenen und im Familienbett wach wird. Hier wird diese Methode genauso beschrieben, und tatsächlich dreht er sich hin und wieder von der Brust weg und schläft dann ein. Bei uns dauert es aber schon deutlich länger, ich bin aber guter Dinge, das wir weiter Fortschritte machen, denn auch meine Kräfte sind erschöpft und solange nur die Brust hilft, fällt das Kraft tanken schwer, ich kann dich sehr gut verstehen!
    Liebe Grüße,
    Marina

    • Hallo Marina, Danke für deinen Kommentar. Ich kann mir gut vorstellen wie erschöpft du bist. Wenn man so gar nicht in den Tiefschlaf kommt, ist das wirklich Folter. Ihr habt es sicher bald geschafft. Ich wünsche euch alles Gute

  2. Ich habe schon mehrmals versucht, meiner Kleinen nach dieser Methode das Nuckeln abzugewöhnen. Einen wirklichen Erfolg hatte ich damit bisher nicht bzw. klappt es mit dem ersten Einschlafen tatsächlich ab und zu – aber sobald sie dann nachts wach wird, reicht das sanfte Beruhigen dann nicht mehr. Sie ist dann auch eher im Halbschlaf, also gar nicht richtig wach. Würde ich ihr dann die Brust nicht geben, würde sie sich mit den Händen (mit denen sie nach der Brust zu suchen scheint) das Gesicht zerkratzen bzw sich wach kratzen 😣 Ist wirklich schwierig diese Situation.
    Wie hast du es denn gemacht, wenn sie dann nachts wach wurde und nach der Brust verlangt hat??? Oder hat sie dann direkt sehr lange am Stück geschlafen?

    Liebe Grüße – Anika

    • Hallo Anika, das klingt ja wirklich sehr kräftezehrend. Ich habe meine Tochter damals natürlich nicht abgestillt. Sie durfte nachts trinken, nur eben nicht mehr nuckeln. Wie alt ist dein Baby? Vielleicht hat es Nachts noch Hunger und lässt sich deswegen nicht beruhigen? Liebe Grüße, Sarah

      • Sie ist jetzt fünfeinhalb Monate alt und seit sechs Wochen wird sie allerspätestens nach 1 Std wach und sucht die Brust im Halbschlaf. Nur zum nuckeln und wieder einschlafen. Also wirklich stündlich. Sie hatte vom ersten Tag an einen sehr leichten Schlaf. Nur zwei mal von all diesen kurzen wachphasen trinkt sie richtig. Ansonsten nuckelt sie sich nur wieder in den Schlaf.
        Ich hoffe einfach weiter darauf dass sie mal länger am Stück schläft. Ansonsten finde ich selbst das nuckeln gar nicht so schlimm wenn sie es noch braucht. Deine Tochter war 10 Monate alt richtig?

        • Liebe Anika,
          ja meine Tochter war damals 10 Monate alt und bräuchte eigentlich keine Mahlzeit mehr in der Nacht. Da wurde ausschließlich genuckelt. Meine kleinste Tochter ist auch gerade fast 6 Monate alt und trinkt in der Nacht ca. zwei Mal ganz kurz. Ich denke also die Mäuse brauchen die Mahlzeiten wohl noch.
          Du schreibst dass das Nuckeln dich gar nicht weiter stört. Geht es dir dann darum dass sie stündlich wach wird? Schläft sie bei euch im Bett oder in ihrem eigenen?
          Liebe Grüße
          Sarah

          • Danke dass du dir grad soviel Zeit für die Antworten nimmst – und so schnell dabei bist!!
            Ja genau. Wenn sie nicht alle halbe bis Std wach werden würde, wäre es für mich eigentlich gar kein Problem. Aber merke selbst grade, dass sie dann ja auch nur noch zum Trinken wach werden würde 😄 Was wiederum ganz normal wäre.
            Sie schläft bei uns im Bett – haben ein Bettchen direkt an unseres angebaut – also praktisch ein Familienbett. In ein eigenes Bett legen würde gar nicht gehen. Sie schläft so leicht, dass man sie nicht ablegen kann wenn sie eingeschlafen ist. Deshalb muss ich sie im Liegen einschlafstillen. Also es ist etwas verzwickt 😉

          • Danke, dass du dir grad soviel Zeit für die Antworten nimmst – und so schnell dabei bist!!
            Ja genau. Wenn sie nicht alle halbe bis Std wach werden würde, wäre es für mich eigentlich gar kein Problem. Aber merke selbst grade, dass sie dann ja auch nur noch zum Trinken wach werden würde 😄 Was wiederum ganz normal wäre.
            Sie schläft bei uns im Bett – haben ein Bettchen direkt an unseres angebaut – also praktisch ein Familienbett. In ein eigenes Bett legen würde gar nicht gehen. Sie schläft so leicht, dass man sie nicht ablegen kann wenn sie eingeschlafen ist. Deshalb muss ich sie im Liegen einschlafstillen. Also es ist etwas verzwickt 😉

          • Liebe Anika, wenn ich das so lese, dann lese ich da viel heraus, was ich in der ersten Babyzeit mit Lotte erlebt habe. Die Antwort die ich dir jetzt gebe wird sicherlich nicht befriedigend sein (ich weiß das, weil ich es damals auch sehr wenig hilfreich fand): ich vermute dein Baby macht gerade einen Entwicklungssprung durch und verarbeitet die Eindrücke des Tages wenn es schläft. In dem Alter lernen sie so viel Neues jeden Tag und dadurch schlafen sie nicht mehr so tief. Wenn sie dann wach werden suchen sie die Nähe von Mama, um sich zurück versichern zu können, das alles gut ist. Du fühlst dich wahrscheinlich sehr gefordert. Oh Mann, ich weiß noch wie fertig ich war. Es dauert vielleicht noch ein paar Wochen aber es wird wieder besser. Es ist eine Phase. Es tut mir leid dass ich dir kein Patentrezept dafür liefern kann. Kennst du das Buch: Oje, ich wachse (ich habe es hier oben verlinkt). Das hat mir sehr in diesen Zeiten geholfen mein Baby zu verstehen. Das Verständnis hat es mir leichter gemacht die Phasen zu akzeptieren. Versuche Tagsüber ab und zu etwas Zeit für dich frei zu schaufeln, zum Durchatmen. Lies vielleicht diesen Text noch http://lotte-lieke.com/das-einzige-patentrezept-fuer-eure-probleme-als-eltern/ und sehr gern schreib mir einfach, wenn es dir mal zu viel wird. Wir haben das alle mal durchgemacht und es wird besser, versprochen. Alles Liebe, Sarah

  3. … meine kleine wird nämlich direkt nach dem einschlafen nach ca. 30 Minuten das erste mal wieder „wach“ und sucht…

  4. Hallo 😊
    Ich bin gerade auf deinen Artikel gestoßen und finde ihn toll 😊 Für mich ist das stillen leider nicht mehr aktuell, aber ich stand vor knapp 3 Jahren vor der Hürde des Abstillens, weil ich erneut mit Hyperemesis zu kämpfen hatte. Ich habe es damals fast 1:1 so gemacht, wie du es beschreibst und es war wie ein Wunder. Nach nur ein paar Tagen schlief mein Mäuschen ohne stillen oder sogar in Begleitung vom Papa (er hat sie zuvor in den 13 Monaten nicht einmal hinlegen können) friedlich ein. Und eine Woche später schlief sie alleine ein und sogar die ganze Nacht durch. Ich hätte das nie für möglich gehalten.
    Danke, dass du deine Erfahrungen teilst 😊 Für viele Mamis könnte das echt hilfreich sein 😊

  5. Ich bin wirklich froh das ich deine Seite gefunden habe. Mein Sohn ist jetzt fast 10 Monate alt und nuckelt mich in den Wahnsinn. Die ganze Nacht weicht er nicht von meiner Seite und das unangenehme Gefühl des Dauernuckels ist für mich wie Folter (an einen halbwegs erholsamen Schlaf ist gar nicht zu denken). Ich bin alleinerziehend und krieche langsam wirklich auf dem Zahnfleisch. Heute Abend werde ich deine Tipps sofort ausprobieren und hoffe wirklich sehr das bald eine Besserung eintritt. Dein Beitrag hat mir auf jeden Fall schon mal Hoffnung gemacht. Danke

  6. Nadja Boussiga

    Hallo, verzweifelt habe ich bei Google mein Problem eingegeben und bin auf deine Seite gestossen. Hallelujah. Meine Kleine wird in 3 Tagen 6 Monate alt. Seit ca. 7 Wochen wird sie nachts alle 1,5 bis 2 h wach und trinkt. Anfangs dachte ich, dass es am Entwicklungsschub liegt, mittlerweile ist mir klar, dass sie nachts trinkt und dafür tagsüber nicht mehr viel will. Sie schläft auch dabei ein, ich schaffe es gar nicht sie wach zu halten. Mittlerweile bin ich schon ziemlich verzweifelt, weil der Schlafmangel natürlich ziemlich Kräfte zehrend ist. Jetzt will ich mit deinen Tipps versuchen wieder einen normalen Trinkrhythmus hinzukriegen. Wie ich das Nachts bewerkstellige, ist mir noch unklar. Da ist sie ja mehr im Halbschlaf….
    Lieben Gruß. Nadja

  7. Hallo Sarah,
    auch ich bin während meiner verzweifelten Suche bei Google auf deinen Artikel gestoßen und erkenne darin meine Sitution wieder! Das macht mir Mut. Denn meine Kleine (3 Monate) nimmt den Schnuller nicht und nuckelt sich (früher nur abends und mittlerweile auch tagsüber) nur an meiner Brust in den Schlaf. Andere Artikel geben den wenig hilfreichen Tipp: „Abdocken und Schnuller geben, um das Saugbedürfnis zu befriedigen“. Und auch das Baby einfach schreien zu lassen, kommt für mich (aus deinen beschriebenen Gründen) nicht in Frage.
    Anfangs dachte ich ebenfalls, dass das Dauernuckeln eigentlich nicht schlimm sei, weil sie doch einfach meine Nähe und die Geborgenheit zum Einschlafen braucht. Mittlerweile werden die Schmerzen aber immer schlimmer und sie hat wirklich eine große Ausdauer… Hinzu kommt, dass sie allein durch das Dauernuckeln immer wieder den milchspenderefkex auslöst und dann ist das Geschrei groß, weil sie eigentlich nicht trinken, sondern nur nuckeln möchte. Es ist so schade, denn das Stillen sollte doch etwas schönes sein.
    Ich werde sofort anfangen, deine Tipps umzusetzen und bin sehr gespannt, ob es funktioniert! Hilfreich ist zumindest schon, dass man weiß, dass man nicht alleine ist mit diesem Problem! Danke!

  8. Belinda Deisinger

    Hallo! Zunächst mal danke für deinen Artikel! Gibt wirklich Mut! Und es ist gut, dass es im Internet auch kindorientierte Tipps zu lesen gibt. Zum anderen beschäftigt mich das Kommentar deiner Ärtzin sehr. Einfach nur schrecklich!

    • Hallo Belinda, es freut mich, dass der Artikel einen Mehrwert für dich hat. Zu meiner Ärztin: ärgere dich nicht, mich ärgert es auch nicht mehr. Diese Menschen sind einfach nur nicht richtig aufgeklärt. Schade nur, dass sie womöglich auch den falschen Eltern zu solchen Mitteln rät. Eltern die diesen Rat befolgen, weil es ja die Ärztin gesagt hat. Ich habe schon überlegt ob ich ihr mal ein paar Bücher zum Lesen anbieten soll ;) Aber diese Menschen lassen sich ja gewöhnlich auch selten anders beraten. Schwieriges Thema. Trotzdem freut es mich, wenn ich wenigstens mit dem Blog helfen kann. Deswegen würde es mich auch freuen, wenn Ihr Freunden von dem Blog erzählt, Texte teilt usw. So verbreitet sich diese kindzentrierte Haltung auch und erreicht dann vielleicht auch jemanden, der unsicher ist und es dann doch richtig macht.

      Viele liebe Grüße

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