Die Kliniktasche zur Geburt – eine Checkliste

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Im letzten Trimester dreht sich alles um die Geburt und auch die Kliniktasche will gut vorbereitet sein. Vor zwei Wochen gab es bei uns einen falschen Alarm und ich musste über Nacht in der Klinik bleiben. Generalprobe sozusagen. Eine tolle Möglichkeit, um Zuhause noch einmal zu überprüfen, was wirklich gebraucht wird, was fehlte und was glücklicherweise eingepackt war. Am Ende gibt es eine Checkliste für euch als PDF zum ausdrucken.

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Wann solltest du die Tasche packen?

In der 36. Schwangerschaftswoche hatte ich eines Nachts so starke Senkwehen, dass ich am nächsten Morgen direkt aufgewacht bin und angefangen habe meine Kliniktasche zu packen. Ich glaube ja, dass wir Frauen so etwas irgendwie im Gefühl haben. Eine innere Unruhe sagte mir: Pack alles ein, es kann jederzeit losgehen.

Grundsätzlich kommt es natürlich auf deinen Schwangerschaftsverlauf an. Wenn nichts auf eine frühe Geburt hinweist, denke ich, dass auch die 37.SSW völlig ausreicht, um die Kliniktasche zu packen. Denn ab diesem Zeitpunkt gelten die Babys nicht mehr als Frühgeburt und Mama und Papa können sich langsam auf die Geburt vorbereiten.

Letztendlich würde ich euch einfach raten auf euer Gefühl zu hören. Wenn ihr lieber frühzeitig vorbereitet sein wollt, packt die Tasche eben früher. Wenn ihr total relaxt seid, reicht es auch, wenn der/die Gynäkologe/in euch den Startschuss gibt.

Die Entbindung – ambulant, mit Aufenthalt oder vielleicht sogar mit Kaiserschnitt?

Natürlich kommt es immer drauf an, wie lange dein Aufenthalt in der Klinik geplant ist. Bei Kaiserschnitten bleiben Frauen oft 4 bis 5 Tage im Krankenhaus, bei einer ambulanten Geburt reichen 6 Stunden. Klar, dass sich der Inhalt der Tasche somit unterscheidet.

Ich habe mich dafür entschieden bis zur U2 im Krankenhaus zu bleiben. Eigentlich wollte ich ambulant entbinden, um schnell wieder in meinen eigenen vier Wänden sein zu können. Letztendlich habe ich mich nun aber dagegen entschieden, weil unsere Kinderärztin ab dem 03. April im Urlaub ist und sie zudem dort auch nicht den Hörtest machen kann. Informiert euch also rechtzeitig, wie die U2 organisiert werden kann, wenn ihr ambulant entbindet.

Ich möchte den Stress für mich und das Baby einfach reduzieren und bleibe somit die 1,5 Tage im Krankenhaus und fahre danach Heim. Sorgen mache ich mir um die Große nicht – das Papa-Kind war absolut pflegeleicht, als ich zur Generalprobe in der Klinik war. Es ist ein tolles Gefühl zu wissen, dass es mit den beiden Zuhause so toll läuft. So muss ich mir kein schlechtes Gewissen machen, wenn ich mit dem BabyMädchen im Krankenhaus bleibe.

Da es aber auch nie gut vorhersehbar ist, wie lange man nun letztendlich wirklich im Krankenhaus bleibt (Not-Kaiserschnitt oder andere Komplikationen) rate ich euch auf jeden Fall die Kliniktasche zur Geburt so zu packen, dass ihr für zwei bis drei Tage mindestens versorgt seid. Ich bin gern auf alle Eventualitäten eingestellt. Sollte der Aufenthalt dann doch länger dauern, kann der Mann ja noch Anziehsachen in die Klinik bringen.

Die Kliniktasche zur Geburt – was gehört denn nun hinein?

Absolut unabhängig von der Dauer eures Aufenthaltes ist, was ihr zur Geburt anzieht. In vielen Krankenhäusern werden Hemdchen gestellt. Es gibt jedoch auch Kliniken, in denen das nicht der Fall ist. Informiert euch doch bei eurer Anmeldung direkt darüber.

Im Kreißsaal

Ich habe mich direkt gegen die Krankenhaus-Hemdchen entschieden. Nicht weil ich ein Modepüppchen bin und mir vormache, nur topgestylt im Kreißsaal erscheinen zu wollen. Mir geht es eher darum mich unter der Geburt wohl zu fühlen. Die Krankenhaus-Hemden sind am Rücken offen. Ich möchte einfach nicht die ganze Zeit an mir herum zuppeln müssen.
Aus diesem Grund habe ich mich für ein langes Shirt entschieden, einen Morgenmantel und bequeme Flip-Flops.

Bei dem Shirt habe ich darauf geachtet, dass es Knöpfe hat, damit ich mein Baby nach der Geburt direkt ohne Probleme anlegen kann. Außerdem kann ich die Ärmellänge verstellen, je nachdem, ob mir warm oder kalt ist. Die Länge der Tunika reicht bis gut unter den Hintern, sodass alles bedeckt ist, wenn wir doch noch mal den Kreißsaal verlassen müssen.

Ich habe mir einen neuen Morgenmantel gegönnt, und hier gebe ich gern zu: aus Eitelkeit. Die ersten Fotos mit dem Baby sind eine wunderschöne Erinnerung. Ich muss nicht super gestylt aussehen, aber wenn das Shirt schon sehr simpel ist, möchte ich wenigstens vom Morgenmantel etwas geschmückt werden. Außerdem lenkt er dann sicherlich von dem müden Blick und den zerzausten Haaren etwas ab ;)

Kliniktasche zur Geburt - was ziehe ich an

Morgenmantel von Oysho (hier)
Tunika-Shirt zur Geburt (hier ähnlich)
Flip-Flops (hier ähnlich)*

Schlaf – und Unterwäsche

Da ich stillen möchte, habe ich auch bei meinem Pyjama darauf geachtet, dass das Oberteil Knöpfe hat.
Der Still-BH hat keine Bügel und eignet sich super zum Schlafen.

Ich habe außerdem für drei Tage Unterwäsche eingepackt. Bei den Slips habe ich darauf geachtet, dass sie aus Baumwolle sind (kuschelig und angenehm) und wegen dem Wochenfluss eher dunkle Farben gewählt. Hier zählt nicht der Style, sondern eher der Komfort.

Kliniktasche zur Geburt - was ziehe ich an

Still-Pyjama (hier ähnlich)
Still-BH (hier)*
Unterwäsche von H&M

Bequeme Kleidung

Yoga- oder Harempants sind im Wochenbett eigentlich ein absolutes Must-Have (kann dann auch gern mal zur Mama-Uniform werden^^). Ich finde sie einfach unheimlich bequem und sie sehen auch immer toll zu Sneaker aus.

Die Stillshirts sind Basics die einfach dazu gehören, wenn ihr stillen möchtet. Mit einem einfachen Klick kommt ihr ganz easy an die Milchbar ;)

Der Still-Pullover von Boob-Design ist ebenfalls ein tolles Basic-Teil. Er ist unheimlich weich und kuschelig und durch den Eingriff eignet sich der Pullover hervorragend zum Stillen. Natürlich ist er nicht so günstig, wie die Basic-Teile von H&M, aber qualitativ ist er eindeutig die bessere Wahl. Und die Stillzeit ist ja nach dem Wochenbett auch nicht vorbei. Somit lohnt sich die Anschaffung wirklich.

Kliniktasche zur Geburt - was ziehe ich an

Pullover von Boob Design (hier)
Yogapant (hier ähnlich)*
Still-Tops (hier)

Still-Must-Haves

Stillen ist zwar das natürlichste der Welt, aber ein bisschen Vorbereitung ist nicht verkehrt. Bis der Milcheinschuss wirklich einsetzt, bin ich vermutlich schon wieder Zuhause, aber man weiß ja nie ;)
Der Still-BH von Boob Design bringt die Milchtheke nicht nur in eine gute Form, er fühlt sich auf der Haut auch wirklich total bequem an. Gerade in den ersten Wochen, wenn die Brust einfach noch sehr empfindlich ist, ist es wirklich wichtig, dass der Still-BH für euch und nicht gegen euch arbeitet. Deshalb verzichtet vielleicht vorher besser auf BHs mit Bügeln (Vorteil für die Milchbildung, da keine Drüsen eingeklemmt werden können) und achtet auf einen angenehmen Tragekomfort.
Eigentlich mag ich keine BHs ohne Bügel, da meine Brust von Haus aus eher groß ist und immer etwas Unterstützung braucht, aber der Fastfood-BH (Daumen hoch für die Namensgebung übrigens^^) formt die Brust wirklich toll, sodass ich da gar keine Bedenken habe.

Zum Still-Zubehör gehört nicht nur die Brustwarzen-Creme und die Heilwolle (ich schwöre drauf, übrigens auch bei wundem Babypopo!), sondern auch ein paar Stilleinlagen.
Da ich unseren Müllverbrauch im Moment eh gern reduziere, kommen mir die waschbaren Stilleinlagen von Boob Design gerade recht. Die Naturseide pflegt die Haut, kühlt sie angenehm und sorgt für einen total angenehmes Trage-Gefühl.

Still-Utensilien-Kliniktasche

Still-BH von Boob Design (hier)
Still-Einlagen von Boob Design (hier)
Brustwarzen-Pflege (hier)*
Heilwolle (hier)*

Pflege-Utensilien und Kosmetik

Neben einem Handtuch und Waschlappen zum frisch machen, benötigt ihr natürlich noch Duschzeug (um Platz zu sparen im Kleinformat) und andere Pflegeprodukte. Für mich ist das besonders wichtig um mich einfach besser zu fühlen. Im Wochenbett und vor allem nach der Geburt fühlt man sich sowieso irgendwie matschig, da wirkt eine Katzenwäsche, eine Tagescreme und ein bisschen Bronze-Puder wie ein Wellness-Aufenthalt.

Handtuch, Waschlappen, Zahnbürste und Zahnpasta, Haargummi und Lippenbalsam, Deo, Duschzeug und Shampoo, Waschlotion fürs Gesicht, Bronzingpuder und Pinsel & Mascara (siehe Liste unten im Beitrag)

Dinge von größter Wichtigkeit

Den Mutterpass trage ich seit Anfang an eh immer bei mir, denn das ist besonders wichtig. In meinem Portmonnaie befindet sich nicht nur meine Versicherungskarte, sondern auch noch Bargeld für den Notfall.

Bei meiner Generalprobe vor 2 Wochen hatte ich weder etwas zum Lesen eingepackt, noch mein Ladekabel fürs Handy dabei. Fataler Fehler, den ich direkt korrigiert habe. Das Buch „Die Mütter-Mafia“* soll übrigens sehr lustig sein und kann sicherlich die Wartezeit überbrücken, bis der Besuch ins Krankenhaus kommt.

Die Home-coming-Outfits

Der Tag an dem du mit deinem Baby endlich nach Hause darfst ist irgendwie magisch. So lange hast du es in dir getragen, nun endlich darfst du es voller Stolz mit nach Hause nehmen. Klar dass da bei der Outfit-Wahl die Vorfreude bereits ins Unermessliche steigt.
Da das MiniMädchen ein Frühlingskind wird, benötigt es eine wärmere Jacke, eine Mütze, warme Söckchen und eine Decke.
Das Oberteil und die Hose von Aden&Anais sind aus dem bezaubernden Musselin-Stoff genäht und so kuschelig weich, dass ich mein Gesicht darin jetzt schon schmiegen möchte, auch wenn noch kein Baby da ist, dass sie trägt. Das pastellfarbene Swaddle-Tuch ist ebenfalls von Aden&Anais und eignet sich total toll als leichte Decke im Krankenhaus-Zimmer, wenn der Besuch kommt und die Babydecke einfach zu warm wäre.

Kliniktasche_Outfit_Baby

Jacke von Marks&Spencer (hier)
Cashmere-Söckchen von Marks&Spencer (hier)
Oberteil von Aden&Anais (hier)
Leggings von aden&anais (hier)
Swaddle-Tuch von aden&anais (hier)
Kuscheltier von Jellycat (hier)*
Söckchen und Body von H&M
Mütze von Noppies (hier)*
Halstuch und Babydecke von Julius Zöllner

Bei meinem Coming-Home-Outfit ging es wieder um das Thema „bequem und stilltauglich“. Die  „once on never off“ Hose im Harem-Style von Boob Design ist bereits jetzt in der Schwangerschaft eine treue Begleiterin für mich gewesen. Sie ist wirklich super bequem und hält sowohl über dem Schwanger-Bauch, als auch hinterher auf den Hüften, nach der Schwangerschaft.
Das Still-Shirt von Boob Design hat wieder den typischen Eingriff, der es total einfach macht im Nu an die Milchbar zu kommen. Auch hier ist der Stoff wieder so kuschelig weich, dass ich mich bereits jetzt darauf freue es anzuziehen.
Die Strickjacke ist für das Frühlings-Wetter und eben-mal-drüber-ziehen bestens geeignet.

Hose von Boob Design (hier)
 Stillshirt von Boob Design (hier)
 Strickjacke von Only

Natürlich habe ich noch ein kleines Care-Paket in der Tasche, in der sich Süßigkeiten, Kaugummi, Kekse und Getränke befinden ;)

So, hier könnt ihr also die gesamte Liste als Checklist und fertig zum Ausdrucken downloaden.

Checkliste Kliniktasche zur Geburt

Ich wünsche euch, wie mir selbst auch, eine Geburt, so wie ihr sie euch wünscht und alles, alles Gute.

Schreibt mir doch gern in den Kommentaren, ob ihr findet, dass ich etwas vergessen habe oder welche Dinge für euch vielleicht sogar gar nicht hinein gehören. Ich freue mich auf Austausch ;)

 

Vielen Dank an Boob Design für die wunderbare Ausstattung an Stillbekleidung und -zubehör. Und auch an aden&anais für die niedliche Babybekleidung und die Swaddle-Tücher.Ich empfehle beide Marken wirklich von Herzen, weil die Qualität einfach unschlagbar ist.
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