40 Wochen Baby-Bump – Mein Schwangerschaftsupdate

Am 04. April war der ET – wer hätte gedacht, dass ich sogar darüber hinaus herum kugele? Also die Ärzte und ich nicht. Und weil es so besonders ist und mich jeden Tag jemand anderes fragt, wie es mir geht, hau‘ ich einfach noch ein letztes Update heraus.

Der Blog wird zur Zeit leider etwas vernachlässigt. Das liegt zum Einen daran, dass ich weiterhin oft Unterleibschmerzen und ab und an auch noch Wehen habe. Zum Anderen genieße ich die Zeit mit Lotte und möchte so wenig wie möglich verpassen Zeit mit ihr zu verbringen. Auch wenn Mama nicht mehr so gut zu Fuß ist, möchte ich in unserer Zeit miteinander vor dem PC sitzen. Und abends bin ich meistens so müde, dass ich nicht selten direkt im Familienbettchen liegen bleibe. Ich hoffe also ihr seht es mir nach, dass es hier im Moment so still ist ;)

40 Wochen – vom Körper verraten, von den Ärzten verunsichert

Schwangerschaft_Blogger_Erfahrungen_40SSW

Credits: Nathalie Schieren Fotografie

Größe des Babys:

Da es zu diesem Zeitpunkt leider keine genauen Messungen mehr gibt, kann ich nur etwas über das Gewicht sagen: es wurde gestern auf 3120g geschätzt. Laut meiner App sollte das BabyMädchen somit knapp 50cm groß sein.

Team-baby wiegt jetzt:

11 Kilo mehr, als vor der Schwangerschaft. Allerdings habe ich, laut Waage der Frauenärztin, innerhalb von 2 Tagen fast 2 Kilo zugenommen. Ich habe sehr viel Wasser in den letzten Tagen eingelagert. Besonders im Gesicht und den Oberschenkeln merke ich es.

Baby-Bump-Umfang:

Er ist geschrumpft! Es sind jetzt 111cm – vor vier Wochen waren es noch 4cm mehr. Zuerst dachte ich, dass es meinen Verdacht bestätigen würde, dass ich peu a peu Fruchtwasser verliere. Nach dem Test konnte die Ärztin mich jedoch beruhigen. Dass sich der Umfang verändert liegt an der Größe und der Liegeposition des Babys. Die Madame macht sich lang (immer schön mit den Füßchen in den Magen!) und dadurch ist der Bauch etwas gestreckter.

Schwangerschaft_Blogger_Erfahrungen_40SSW

Credits: Nathalie Schieren Fotografie

Gefühlsbarometer:

Die letzten drei Wochen waren wirklich sehr anstrengend für mich. In der 37.SSW war der Muttermund bereits auf 2cm geöffnet, alles war weich und gut vorbereitet. Laut der Ärztin sollte es jederzeit losgehen können. Da Lotte ebenfalls in der 37. Woche zur Welt kam, war ich darüber nicht verwundert. Die Senkwehen wurden immer schlimmer und als die Wehen dann im 7 Minuten Abstand kamen, machten wir uns das erste Mal auf den Weg (da Lottes Geburt mit 4 Stunden so fix war, wurde uns ans Herz gelegt, dass wir früher los fahren) – falscher Alarm. Die Hebamme im Kreißsaal sagte, dass es gar nicht so ungewöhnlich wäre, dass der MuMu in der zweiten Schwangerschaft bereits ein paar Wochen früher bei 2cm offen wäre. Also wieder Heim. In den kommenden Tagen gab es dann immer wieder starke Wehen, jedoch unregelmäßig. Bis sie dann gegen Ende der 38.SSW bei regelmäßigen 6 Minuten kamen. Wieder in den Kreißsaal und wieder falscher Alarm. Wenigstens konnte ich so testen, ob in meiner Krankenhaus-Tasche auch wirklich alles vorhanden ist, was ich für die Entbindung brauche ;)
Ich weiß nicht, ob ihr euch vorstellen könnt, wie es mir ging. Ich war enttäuscht, verunsichert und kraftlos. Dazu fühlte mich total verunsichert und kam mir total doof vor, weil ich das Gefühl hatte, dass mir mein Körper und meine Wahrnehmung einen Streich spielen würden. Die Wehen bewirkten nichts und ich war nur noch genervt und ohne Energie.
Seit letztem Wochenende bin ich etwas entspannter. Das Baby kommt, wenn es bereit ist (oder wenn die Ärzte die Räumungsklage verhängen ;)). Warum ich nicht eher so gedacht habe? Weil mich die frühe Geburt von Lotte und die Aussagen der Ärzte, der Verlust des Schleimpfropf und die vielen Wehen ab Mitte der Schwangerschaft total verunsichert haben. Ich war Wochenlang ein einziges Nervenbündel. Unentspannt und ständig damit beschäftigt in mich hinein zu horchen. Wirklich keine schöne Erfahrung. Vielleicht habe ich auch deswegen einen „Verhütungsbrief“ geschrieben, der mich davon abhalten soll, noch einmal schwanger zu werden (mit einem Augenzwinkern).
Nichtsdestotrotz gibt es Momente mit dem Baby-Bump, da werde ich etwas wehmütig. Ich mag den Bauch und ich werde ihn sicher zwischendurch vermissen. Trotzdem bin ich froh, wenn ich mein Baby endlich kennen lernen darf.

Glücksmoment:

Das war tatsächlich der Moment vor ein paar Tagen, als wir zum letzten Mal wegen eines Fehlalarms im Kreißsaal aufgetaucht sind, und mir das erste Mal eine Ärztin sagte: „Es sieht nichts danach aus, dass sie nicht eine ganz normale Schwangerschaft durchmachen. Nichts weist daraufhin, dass ihre Tochter zu früh oder zu schnell auf die Welt kommen will!“. Das hat einfach so viel Druck heraus genommen, dass ich viel relaxter sein kann. Schade, dass die anderen Ärzte vorher eher meine Ängste geschürt haben, anstatt sie mir zu nehmen. Vielleicht lerne ich aber auch einfach daraus, dass jede Schwangerschaft anders ist.

Schwangerschaft_Blogger_Erfahrungen_40SSW

Credits: Nathalie Schieren Fotografie

i feel comfy:

Leider muss ich gestehen, dass ich mich nur noch liegend, in das Stillkissen eingewühlt, wohl fühlen kann. Und das auch nur so lange, bis ich mich doch wieder auf die andere Seite legen kann. Sitzen ist schlecht, weil sich schnell das Wasser in den Füßen sammelt. Laufen ist nicht nur anstrengend, sondern auch unangenehm, nach ein paar hundert Metern. Autofahren, auf dem Beifahrersitz ist sehr unangenehm, denn jede Erschütterung ist unangenehm. Und selbst in der Badewanne ist es nicht mehr bequem, weil ich den bauch nicht mehr mit Wasser bedecken kann und das MiniMädchen mir ziemlich schnell auf der Blutzufuhr liegt und ich Kreislaufprobleme bekomme. Diese Umstände sieht man mir im Moment auch wirklich an. Ich habe Augenränder, meine Haut ist irgendwie knitterig (oder angeschwollen vom Wasser) und ich laufe wie ein schwergewichtiger Pinguin. Bald hab ich es geschafft, lautet mein Mantra.

Das hatte ich wohl vergessen:

Wie sehr ich mich selbst nicht mehr erkenne, wenn mein Gesicht voller Wasser steckt. Morgens erschrecke ich regelrecht vor meinem Spiegelbild. Nur gut, dass Lotte ihre Mama auch in diesem Modus wiedererkennt^^

Lecker, lecker:

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mich in den letzten Tagen dazu motivieren muss, etwas zu essen. Zumindest etwas warmes zum Mittag. Ich habe kaum Hungergefühl, was aber sicher auch daran liegt, dass ich so oft unter den Tritten in den Magen und Unterleibsschmerzen leide und dabei dann einfach kein Appetit aufkommen will.

Projekt baby:

So wie mein Körper bereits auf das kleine Wunder vorbereitet ist, so ist es das Nestchen hier auch. Gestern kam dann auch endlich der neue Kinderwagen an, den wir morgen dann zusammen setzen werden und dann ist auch die letzte Vorbereitung getroffen.

Schwangerschaft_Blogger_Erfahrungen_40SSW

Credits: Nathalie Schieren Fotografie

Du darfst also kommen, Baby ;)

Wer mir auf Instagram und Facebook folgt, wird es sicher nicht verpassen. Den Vorschlag ein Live-Video unter der Geburt zu starten (grandioser Vorschlag für mehr Blog-Fame von meiner lieben Blogprinzessin – haha) habe ich jedoch abgelehnt.

Groetjes,

 

Ähnliche Artikel

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.